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Praxis für Logopädie Nordhausen

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Hörstörungen

Hörstörungen können angeboren oder erworben sein. 
Es gibt verschiedene Formen:

Schallleitungsschwerhörigkeit

Schallwellen werden nicht oder vermindert an das Innenohr übertragen.

Ursachen liegen im:

  • Gehörgang
  • Ohrenschmalz (Cerumen) oder Fremdkörper verstopfen den Gehörgang
  • Angeborene Fehlbildungen des Gehörgangs
  • Tumore
  • Verletzungen
  • Mittelohr
  • Belüftungsstörung und Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr
  • (Paukenerguss) Akute oder chronische Mittelohrentzündung
  • Entzündung der luftgefüllten Nebenräume im Mittelohr
  • Trommelfellperforation
  • Schädelbasisbruch
  • Fehlbildungen im Mittelohr oder Tumore

Schallempfindungs- oder Innenohrschwerhörigkeit

Das Trommelfell und die Gehörknöchelchenkette geben die Schallwellen zwar richtig weiter, aber die Verarbeitung und Weiterleitung der Signale ist gestört.

Ursachen können sein:

  • Hörsturz
  • Lärmschaden
  • Schädelverletzungen (z.B. Gehirnerschütterung)
  • Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis)
  • Angeborene Fehlbildungen des Innenohrs

Unter Umständen leitet der Hörnerv die empfangenen Signale nicht richtig ans Gehirn weiter.

Ursachen können sein:

  • Tumore
  • Nervenverletzungen (z.B. nach Schädelverletzungen)
  • Entzündungen (z.B. Hirnhautentzündungen)
  • Fehlbildungen oder fehlende Anlage des Hörnervs
  • Fehlfunktion an der Verbindung der Haarzelle mit dem Hörnerv

Bei dieser Art der Schwerhörigkeit ist in der Regel der Einsatz von Hörsystemen notwendig. Mithilfe eines Akustikers wird das richtige Hörgerätes ausgewählt. Unter bestimmten Voraussetzungen ist der Einsatz eines Cochlear-Implantates notwendig.

Technische Hörprothese

Ein Cochlear Implantat (CI) ist eine technische Hörprothese, die die ausgefallene Funktion der Hörschnecke in gewissem Maße ersetzen kann. Während ein Hörgerät nur den Schall verstärkt, um so die Sprache für den Schwerhörigen verständlich zu machen, wandelt das CI den Schall in elektrische Impulse um. Diese werden dem Hörnerv in einem bestimmten Muster zugeleitet, das z.B. einem gesprochenen Wort entspricht.

Schallwahrnehmungs-Schwerhörigkeit

Schallwahrnehmungs-Schwerhörigkeit - Hörprobleme treten erst im Gehirn auf. Dort werden eintreffende Hörsignale normalerweise identifiziert und bekommen eine Bedeutung. Der Hörnerv leitet bei einer Schallwahrnehmungs-Schwerhörigkeit die Signale zwar richtig weiter, das Gehirn leitet sie aber fehl oder verarbeitet sie falsch weiter. Die Folge: Der Betroffene kann zwar hören, kann das Gehörte aber nicht verstehen.

Ursachen können sein:

  • Entzündungen (z.B. Gehirnentzündung)
  • Schlaganfall
  • Gehirnblutungen
  • Verletzungen (Schädel-Hirn-Trauma)
  • Fehlbildungen

Wichtig ist hier ein gezieltes Hör- und Sprach-Training. Unter Anleitung eines Logopäden wird die Bedeutung von Tönen/Gehörtem erlernt. Die Prognose für eine vollständige Heilung ist leider eher schlecht - vor allem im fortgeschrittenem Alter oder wenn große Teile des Hörzentrums betroffen sind. 
Eine besondere Form der Wahrnehmungs-Schwerhörigkeit ist die auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) bei Kindern. Es gibt spezielle Test und Prüfungen um diese festzustellen.

Kinder, die während der ersten Lebensjahre zeitweise oder dauerhaft Hörprobleme haben, entwickeln oft eine Spracherwerbsstörung, die logopädisch behandelt werden sollte. 
In der logopädischen Therapie lernen die Kinder z.B. Geräusche und Laute zu differenzieren und diese dann im Sprechen richtig einzusetzen.