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Praxis für Logopädie Nordhausen

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Stottern

Was ist Stottern?

Als Stottern bezeichnet man die unflüssige Art und Weise zu reden, bei der es zu Wiederholungen von Lauten, Silben, Wörtern und Satzteilen (K-K-K-Katze, Ich will KK ich will KKK ich will KKKaffee), Dehnungen von Lauten (Kaaaaaaaatze) oder Blockierungen von Wörtern (K------Katze) kommen kann. Zudem kommen oft Füllwörter („ähm“ „und“ „du weißt schon“) vor.

Stottern ist häufig durch Intervalle gekennzeichnet, in denen gehäuft Symptome auftreten und Zeiten in denen der Stotternde (fast) flüssig sprechen kann. Daher ist eine Therapie auch ratsam, wenn das Stottern fast gar nicht mehr auftritt.
Stottern beginnt meist schon im Kindesalter. Es kommt seltener vor, meist infolge von neurologischen Ereignissen, dass Erwachsene beginnen zu stottern.
Viele Kinder durchlaufen in ihrer Entwicklung eine Phase des unflüssigen Sprechens. Dieses kann man meist gut von „echten“ Stottersymptomen unterscheiden, denn hier bleiben die Kinder in Regel nicht an einem Laut hängen (blockieren) oder wiederholen Silben. Es kommen dann gehäuft Satzabbrüche, Satzumstellungen oder Wiederholungen von ganzen Wörtern oder Satzteilen vor (Mama, ich will ich will, ich möchte gern die die das Bonbon). Die Kinder überlegen während des Sprechens und suchen die richtigen Wörter in ihrem Wortschatz.
Physiologische Sprechunflüssigkeiten stabilisieren sich meist im Laufe der Zeit von selbst.

Zeigt ein Kind echte Stottersymptome („Mmmmama, ich wwwwill K-----kuchen“), sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt sprechen und eine Untersuchung und Beratung beim Logopäden in Anspruch nehmen.

Ein Logopäde sollte zurate gezogen, wenn:

  • Sprechunflüssigkeiten länger als 6 Monate andauern
  • Ihr Kind älter als 5 ist
  • sich die Symptomatik über einen Zeitraum verstärkt
  • das Sprechen ihrem Kind zunehmend schwerer fällt
  • es Sprechsituationen vermeidet
  • Begleitbewegungen in Gesicht und Körper auftreten
  • die Atmung unregelmäßiger wird
  • Ihr Kind einen Störungsbewusstsein und Leidensdruck aufbaut

Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob es sich bei Ihrem Kind physiologische Unflüssigkeiten oder echte Stottersymptome handelt, wenden Sie sich an uns! Wir beraten Sie gern!

Umgang mit stotternden Menschen

  • Stottern nicht tabuisieren
  • Betroffene nicht anders behandeln als andere Menschen
  • dem Betroffenen Zeit geben beim Sprechen (nicht unter Druck setzen)
  • Interesse zeigen (z.B.: Blickkontakt)
  • auf dem Inhalt konzentrieren nicht auf die Art und Weise des Gesprochenen
  • Sätze wie: „Erst denken, dann sprechen“ „Sprich langsamer“ oder „konzentrier dich“, sind leicht gesagt, aber für den Stotternden nicht umzusetzen und setzen ihn eher unter Druck
  • die Sätze des Stotternden nicht aus Ungeduld oder Zeitdruck beenden
  • Fragen sie nach, wenn sie etwas nicht verstanden haben

Die Behandlung des Stotterns ist von Mensch zu Mensch und je nach Alter unterschiedlich und wird den individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten des Patienten angepasst. Wichtige Punkte der Therapie sind:
Die Akzeptanz, sowie die Enttabuisierung des Stotterns und die Wahrnehmung der eigenen Stotterereignisse, um sie dann modifizieren zu können. Das heißt sie so zu verändern, dass Zuhörer die Symptome nicht oder kaum wahrnehmen können.
Stottern kann in der Regel nicht geheilt werden, nicht einfach, „abgeschaltet“ werden. Aber man kann Techniken erlernen, wie man mit dem ihm umgehen kann, um es für Außenstehende fast unsichtbar erscheinen zu lassen.

WICHTIG!

  • Stottern ist kein Zeichen mangelnder Intelligenz
  • Stottern ist keine schlechte Angewohnheit
  • Stottern ist keine ansteckende Krankheit
  • Stottern hat keinen Einfluss auf den Charakter eines Menschen