Infos schließen

Wir freuen uns auf Ihren Anruf

Bitte beachten Sie unsere Sprechzeiten am Telefon in Nordhausen.
Diese sind von Montag bis Donnerstag, 09:00 bis 12.00 Uhr

Praxis für Logopädie Nordhausen

Antje Rumpf-Osius
Stolberger Straße 34 in 99734 Nordhausen

Telefon:
0 36 31 - 47 29 27
Mobil:
01 63 - 2 99 03 21
Fax:
0 36 31 - 47 43 17
E-Mail:

Praxis für Logopädie Wipperdorf

Zweigstelle
Straße der Einheit 36 in 99752 Wipperdorf

Telefon:
03 63 38 - 48 88 55
Mobil:
01 72 - 1 63 92 45
Fax:
0 36 31 - 47 43 17
E-Mail:

Aphasie

Was ist Aphasie?

Aphasie ist eine erworbene, zentrale Sprachstörung, die durch eine hirnorganische Schädigung entsteht. Sie tritt oft nach Schlaganfällen auf, kann aber auch durch Traumen, Vergiftungen oder im Zuge von Operationen entstehen.
Bei einer Aphasie kann es zu unterschiedlich stark ausgeprägten Störungen in den Bereichen:

  • Sprechen
  • Sprachverständnis
  • Wortfindung
  • Lesen / Schreiben
  • Satzbau
  • Merkfähigkeiten

kommen.

Wichtig für die Therapie ist eine Abtestung aller Bereiche, um zu erkennen, wo Stärken und Störungen des Betroffenen liegen. So kann eine direkt auf die Symptome und den Patienten zugeschnittene Therapie gewährleistet werden.
Doch auch durch die Logopädie ist es oft nicht möglich alle Bereiche wieder völlig herzustellen. So werden mit den Ressourcen, über die der Patient verfügt, Strategien erarbeitet, um den Alltag zu bewältigen. 
Wichtig ist es, den Betroffenen Mut zu machen sich trotz dieser Beeinträchtigungen zu akzeptieren und mit Ihnen zu leben. Ein Schlaganfall ist ein schwerer Einschnitt in das Leben des Patienten und seiner Angehörigen. 
Auch psychologische Hilfe kann für die Betroffenen nötig sein, um bei der Krankheitsverarbeitung Unterstützung zu bekommen.

Wichtig im Umgang mit von Aphasie Betroffenen:

  • Bedenken Sie, dass die Sprache betroffen ist, aber nicht das Denken und Wissen.
  • Motivieren Sie den Betroffenen zu so viel Selbstständigkeit wie möglich!
  • Auch wenn Aphasiker länger brauchen, um etwas zu sagen, bewahren Sie Geduld und lassen ihn ausreden, beenden Sie keine Sätze für ihn.
  • Wenn der Aphasiker beim Sprechen nicht weiterkommt und um Hilfe bittet, bieten Sie ihm Schlüsselwörter an
  • Wenn Sie etwas nicht verstehen oder das Gefühl haben, dass der Betroffene eigentlich etwas anderes sagen wollte – Nachfragen!
  • Verbessern Sie die Aussagen des Betroffenen nicht, auch wenn die Form nicht richtig ist, der Inhalt bleibt der Gleiche!
  • Nichtverbale Kommunikation ist auch eine Möglichkeit sich mitzuteilen. Ein Nicken ist sehr viel Wert. 
    Zwingen Sie ihn nicht zu einer sprachlichen Äußerung zwingen!
  • Geben Sie zu, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Aber auch hier ist Motivation wichtig "wir versuchen es nachher noch mal, vielleicht klappt es da besser“
  • Versuchen Sie als Angehöriger nicht ständig "Sprachtherapie" durchzuführen. Suchen Sie nach gemeinsamen Beschäftigungen, die Spaß machen und in denen der Betroffene auch erleben kann, dass ihm noch Dinge gelingen (z. B. Malen, Fotografieren, Spiele machen). Die Kommunikation trotz der gestörten Sprache aufrechtzuerhalten, ist wichtig und nicht allein auf verbale Fähigkeiten beschränkt.